IHF-Handballregeln

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Erläuterung 7

8. Verletzter Spieler (4:11)

Scheint ein Spieler auf der Spielfläche verletzt, ist wie folgt vorzugehen:

a) Sind die Schiedsrichter absolut sicher, dass der verletzte Spieler auf der Spielfläche versorgt werden muss, zeigen sie sofort die Handzeichen 15 und 16. Mit der Anzeige treffen auf diesen Spieler nach der
Behandlung die Bestimmungen der Regel 4:11 Abs. 2 zu.

In allen übrigen Fällen fordern die Schiedsrichter den Spieler auf, aufzustehen und die Spielfläche zum Zwecke der Versorgung zu verlassen. Ist dies für den betreffenden Spieler nicht möglich, zeigen die
Schiedsrichter nunmehr die Handzeichen 15 und 16. Für den betreffenden Spieler gelangt Regel 4:11, Abs. 2 zur Anwendung.

Verstöße gegen diese Bestimmungen sind als unsportliches Verhalten zu ahnden.

Wird ein Spieler, der das Spielfeld für drei Angriffe verlassen muss, in
dieser Zeit mit einer Hinausstellung bestraft, darf er nach Ablauf der
Zeitstrafe unabhängig von der Anzahl gespielter Angriffe wieder eingesetzt werden.

Verweigern Mannschaftsoffizielle die notwendige Behandlung des
Spielers, ist der Mannschaftsverantwortliche progressiv zu bestrafen
(analog Regel 4:2, Abs.3).

b) Zeitnehmer und Sekretär oder der Delegierte sind für das Zählen der Anzahl Angriffe verantwortlich. Sie geben der entsprechenden Mannschaft einen Hinweis, wenn dieser Spieler wieder auf der Spielfläche einsetzt werden kann.

Ein Angriff beginnt mit dem Ballbesitz und endet mit einem Torerfolg
oder Ballverlust.

Ist eine Mannschaft, deren Spieler auf der Spielfläche versorgt wurde,
bei der Spielfortsetzung im Ballbesitz, zählt dieser Angriff als erster
Angriff.

c) In folgenden Fällen findet Regel 4:11 Abs. 2 keine Anwendung:

- wenn die auf der Spielfläche erfolgte Versorgung die Folge eines regelwidrigen Verhaltens eines gegnerischen Spielers war, der hierfür progressiv bestraft wurde.

- wenn ein Torwart auf der Spielfläche versorgt werden musste,
weil er von einem Ball am Kopf getroffen wurde.