IHF-Handballregeln

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Erläuterung 7

Eingreifen durch den Zeitnehmer (oder einen
Delegierten) (18:1)

Greift der Zeitnehmer oder ein Delegierter ein, wenn das Spiel
bereits unterbrochen
ist, wird es mit dem der Situation
entsprechenden Wurf wieder aufgenommen.

Greift der Zeitnehmer oder ein Delegierter ein und unterbricht
dadurch das laufende Spiel, gelten die folgenden Bestimmungen:

A. Wechselfehler oder regelwidriges Eintreten eines Spielers
(Regel 4:2-3, 5-6)


Der Zeitnehmer (oder Delegierte) muss das Spiel ohne Rücksicht
auf die Vorteilsregel 13:2 und 14:2 umgehend unterbrechen.
Wenn wegen einer solchen Unterbrechung aufgrund einer
Regelwidrigkeit der abwehrenden Mannschaft eine klare
Torgelegenheit vereitelt wird, muss gemäß Regel 14:1a auf 7-m-
Wurf entschieden werden. In allen anderen Fällen wird das Spiel
mit Freiwurf wieder aufgenommen.

Der fehlbare Spieler wird gemäß Regel 16:3a bestraft. Betritt
jedoch ein zusätzlicher Spieler entsprechend Regel 4:6 während
einer klaren Torgelegenheit die Spielfläche, ist der Spieler
entsprechend Regel 16:6b in Verbindung mit Regel 8:10b zu
bestrafen.

B. Unterbrechung aus anderen Gründen, z.B. wegen
unsportlichem Verhalten im Auswechselraum

a. Eingreifen durch den Zeitnehmer

Der Zeitnehmer sollte bis zur nächsten Spielunterbrechung
warten und dann die Schiedsrichter informieren.

Unterbricht der Zeitnehmer das Spiel jedoch wenn der Ball im
Spiel ist, wird es mit Freiwurf für diejenige Mannschaft wieder
aufgenommen, die zum Zeitpunkt der Unterbrechung im
Ballbesitz war.

Erfolgt die vorzeitige Unterbrechung aufgrund eines Verstoßes
der abwehrenden Mannschaft und es wird dadurch eine klare
Torgelegenheit für die ballbesitzende Mannschaft vereitelt, ist
gemäß Regel 14:1b auf 7-m-Wurf zu entscheiden.

(Gleiches gilt, wenn der Zeitnehmer das Spiel wegen eines
beantragten Team-Time-outs unterbricht und die
Schiedsrichter dies aufgrund des falschen Timings ablehnen.
Wird zum Zeitpunkt der Unterbrechung eine klare
Torgelegenheit vereitelt, muss auf 7-m-Wurf entschieden
werden.)  

Der Zeitnehmer ist nicht befugt, eine persönliche Strafe gegen
einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen auszusprechen. Dies
gilt auch für die Schiedsrichter, wenn sie die Regelwidrigkeit
nicht selber wahrgenommen haben. In diesem Fall können sie
lediglich eine informelle Ermahnung aussprechen. Bei
Vergehen gemäß Regel 8:6 oder 8:10 verfassen sie zudem
einen Bericht.

b. Eingreifen durch einen Delegierten

Delegierte der IHF, einer Kontinentalföderation oder eines
nationalen Verbandes, die bei einem Spiel eingesetzt sind,
haben - außer bei Entscheidungen der Schiedsrichter auf
Grund ihrer Beobachtung von Tatsachen - das Recht, die
Schiedsrichter auf einen möglichen Regelverstoß oder eine
Nichteinhaltung des Auswechselraum-Reglements
hinzuweisen.

Die Unterbrechung durch den Delegierten kann unverzüglich
vorgenommen werden. In diesem Fall wird das Spiel mit
Freiwurf gegen die fehlbare Mannschaft wieder aufgenommen.

Erfolgt die Unterbrechung aufgrund eines Verstoßes durch die
abwehrende Mannschaft und wird dadurch eine klare
Torgelegenheit für die ballbesitzende Mannschaft vereitelt, ist
auf 7-m-Wurf gemäß Regel 14:1a zu entscheiden.