IHF-Handballregeln

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Erläuterung 6

Definition einer “klaren Torgelegenheit” (14:1)

Nach Regel 14:1 handelt es sich um eine “klare Torgelegenheit”, wenn:


a) ein Spieler, der bereits Ball- und Körperkontrolle an der
Torraumlinie der gegnerischen Mannschaft hat, die Gelegenheit
zum Torwurf bekommt, ohne dass ein Gegenspieler in der Lage
wäre, den Wurf mit zulässigen Mitteln zu verhindern.

Dies gilt auch, falls der Spieler noch nicht in Ballbesitz ist, aber
für eine unmittelbare Ballannahme bereit ist. Es darf kein
Gegenspieler in der Lage sein, die Ballannahme mit zulässigen
Mitteln zu verhindern.

b) ein Spieler, der Ball- und Körperkontrolle hat, bei einem
Gegenstoß alleine auf den Torwart zuläuft (oder -dribbelt), ohne
dass ein Gegenspieler in der Lage wäre, vor ihn zu kommen und
den Gegenstoß zu stoppen.

Dies gilt auch, falls der Spieler noch nicht in Ballbesitz ist, aber
für eine unmittelbare Ballannahme bereit ist, und der Torwart
durch einen Zusammenprall laut 8:5 Kommentar die
Ballannahme verhindert. In diesem Sonderfall sind die Positionen
von Abwehrspielern ohne Bedeutung.

c) ein Torwart seinen Torraum verlassen hat und ein Gegenspieler
mit Ball- und Körperkontrolle eine klare und ungehinderte
Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor hat.