IHF-Handballregeln

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Regel 12

Der Abwurf

12:1

Auf Abwurf wird entschieden, wenn (I) ein Spieler der anderen
Mannschaft den Torraum gemäß Regel 6:2a betritt; (II) der Torwart
den Ball im Torraum unter Kontrolle gebracht hat oder der Ball im
Torraum auf dem Boden liegen bleibt (Regel 6:4-5); (III) ein Spieler
der anderen Mannschaft den im Torraum rollenden Ball berührt (6:5,
1. Absatz) oder (IV) der Ball über die Torauslinie gelangt, nachdem
er zuletzt vom Torwart oder einem Spieler der anderen Mannschaft
berührt wurde.

Das bedeutet, dass in den genannten Situationen der Ball nicht im
Spiel ist und dass das Spiel mit einem Abwurf wieder aufgenommen
wird (13:3), auch wenn nach der Entscheidung auf Abwurf oder
bevor dieser ausgeführt wurde ein Fehlverhalten festgestellt wird.


12:2

Der Abwurf wird vom Torwart ohne Pfiff vom Schiedsrichter (ausge-
nommen 15:5b) aus dem Torraum über die Torraumlinie ausgeführt.

Spielt die Mannschaft, die den Abwurf ausführen soll, ohne Torwart,
muss sie einen Feldspieler gegen einen Torwart auswechseln
(Regel 4:4). Die Schiedsrichter entscheiden, ob ein Time-out
notwendig ist (Regel 2:8, Abs. 2, Erl. 2).


Der Abwurf gilt als ausgeführt, wenn der vom Torwart gespielte Ball
vollständig die Torraumlinie überquert hat.

Die Spieler der anderen Mannschaft dürfen sich zwar an der
Torraumlinie aufhalten, dürfen aber den Ball erst berühren, wenn die-
ser die Torraumlinie vollständig überquert hat (15:4, 15:9, 8:7c).