IHF-Handballregeln

Veröffentlicht in Schiedsrichter

Beitragsseiten

Regel 10

Der Anwurf

10:1

Anwurf hat bei Spielbeginn die Mannschaft, die beim Losen gewon-
nen und den Ballbesitz gewählt hat. Die andere Mannschaft hat das
Recht, die Seite zu wählen. Wählt hingegen die Mannschaft, die
beim Losen gewonnen hat, die Seite, hat die andere Mannschaft
Anwurf.

Vor Beginn der 2. Halbzeit wechseln die Mannschaften die Seiten.
Der Anwurf wird von der Mannschaft ausgeführt, welche bei
Spielbeginn keinen Anwurf hatte.

Vor jeder Verlängerung wird neu gelost, wobei alle Bestimmungen
der Regel 10:1 gelten.


10:2

Nach einem Tor wird das Spiel mit einem Anwurf von der
Mannschaft wieder aufgenommen, gegen die das Tor erzielt worden
ist (ausgenommen 9:2, Absatz 2).


10:3

Der Anwurf ist innerhalb drei Sekunden nach Anpfiff (13:1a)
von der Mitte der Spielfläche aus (mit 1,5 m Toleranz nach
beiden Seiten) in beliebiger Richtung auszuführen (13:1a,
15:7 Abs. 3). Der Anwurf ausführende muss mindestens mit
einem Fuß die Mittellinie berühren, der andere Fuß darf die
Mittellinie nicht überschreiten (15:6) und der Werfer darf den
Ausführungsort nicht verlassen, bis der Ball gespielt ist.
(13:1a, 15:7 Abs. 3; siehe auch Erläuterung 5).

Die Mitspieler des Werfers dürfen die Mittellinie nicht vor dem
Anpfiff überqueren (15:6).


10:4

Beim Anwurf zu Beginn jeder Halbzeit (und eventueller
Verlängerungen) müssen sich alle Spieler in der eigenen Hälfte der
Spielfläche befinden.

Beim Anwurf nach einem Tor können sich die Gegenspieler des
Werfers jedoch in beiden Hälften der Spielfläche aufhalten.

In beiden Fällen dürfen die Gegenspieler jedoch nicht näher als 3 m
an den Anwurfausführenden herantreten (15:4, 15:9, 8:7c).