wJE2 - Mit Entschlossenheit auf dem Siegespfad

Geschrieben von Martina. Veröffentlicht in WJE 2

Wer als Zuschauer in der Eckhorst-Halle einen Sitzplatz und in der DBS-Halle den schönen Überblick von oben vermisst, dem sei geraten, mal nach Sandesneben zu fahren. Denn dort prangt im Schulzentrum über dem Halleneingang ein Schild „Zuschauer haben keinen Zutritt“. Warum das so ist, wird klar, wenn man die Halle doch betritt und entweder die Zehen einzieht oder sich im Geräteraum niederlässt (das ist die Luxus-Variante), um die Füße vom Spielfeld halten zu können. Aber: Dabei sein ist alles - aller „Spielerinnenanhang“ war froh, das erste Auswärtsspiel der wJE2 in der Hauptrunde gegen die DHG (Dörfer-Handball-Gemeinschaft) Sandesneben aus nächster Nähe verfolgen zu dürfen.

Mit dem neuen Schlachtruf „Können wir das schaffen? – Jo, wir schaffen das!“ startete eine erfreuliche Begegnung mit vielen Toren und zahlreichen Torschützen auf Bargteheider Seite. Entschlossen setzten die Handballerinnen vom TSV Bargteheide ihren Siegeszug der Hauptrunde fort. Gleich von Beginn an dominierten sie das Spiel und konnten in der ersten Halbzeit mit 6:1 in Führung gehen. Die Toranzahl zeugt dabei nicht von Leichtigkeit und großer Überlegenheit, sondern vielmehr von einem Kampf mit hohem Körpereinsatz. Auch die Gegner wussten sich die Bälle (geschickt auch über Bodenpässe) zuzuspielen und Tore zu werfen – doch wurden Sie von den Bargteheider Mädchen, die mit Siegeswillen und „Biss“ dabei waren, immer wieder gebremst. – „Biss“, der sich zum einen in den Gesichtern der Spielerinnen abzeichnete, und zum anderen heute auch in der Anzahl der gelben Karten (3:0 für Bargteheide) ausdrückte. Unverkennbar war die Entschlossenheit der Bargteheider in Zweikämpfe zu gehen, den Ball zu erringen oder zumindest gezielte Pässe oder Torabschlüsse zu verhindern. Der Einsatz war von Erfolg gekrönt, wie das Endergebnis (3:14) demonstriert. Nun bleibt nur noch, die Balance zwischen kämpferischem Einsatz und Regelkonformität zu finden.

Was die Regeln angeht, gab es an verschiedenen Stellen wieder was zu lernen: Es wird abgepfiffen, wenn der Ball beim Prellen die Halshöhe überspringt, da dann vom „Führen“ des Balls ausgegangen werden kann. In einem Punkt schien der Schiedsrichter auch mal eine neue (oder seltene?) Erfahrung zu machen: In der E-Jugend wird auch dann ein Penalty ausgeführt (d.h. Start zwischen Mittellinie und 9m-Linie und Abwurf zwischen 9m und 7m-Linie), wenn der Schiedsrichter entschlossen 7-Meter verkündet – genaue Anweisungen hierzu gab es dann vom Spielfeldrand aus von den Trainerinnen. Den letzten Penalty leitete Alexa 4 Minuten vor Schluss an mit den Worten: „Finja, hör mir zu: richtig doll!“ - Die Ansage half: der Ball flog ins Tor, und damit war die Torschützenzahl und ein Multiplikator von 9 eingesackt - kaum steigerungsfähig! Es war eine gute Leistung und am Ende mit 9:126 (durch Multiplikator) ein sehr hoher Sieg, der der Bargteheider wJE2 die Tabellenführung sichert. Glückwunsch, Euch Handballerinnen!

Trotz der großen mitgereisten Fangemeinde und allem Grund zur Freude fiel die Stimmung vergleichsweise gedämpft aus. Auf Grund der räumlichen Trennung der Bargteheider Fans verhallten die z.T. angestimmten Gesänge eher wie verlorene Einzelrufe im Raum. Es war schon große Konzentration notwendig, um aus der einen Hälfte des Geräteraums in die Rufe der anderen Hälfte mit einzustimmen – Zusammenspiel mit der „Bank-links“-Fraktion am anderen Ende der Halle war quasi unmöglich. Aber innerliche Freude war da, und zumindest bei der Welle am Ende gelang auch ein gemeinschaftliches Jubeln.

Spieler: Jule (2), Lian (2), Maxi (1), Tessa (1), Mona (1), Anna Léna, Caroline (1), Svea (3), Finja (1), Sophia, Noemy (2), Valerie Anfeuerer: Celine G.