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wB-1 RedTigers gewinnen Turnier bei den Füchsen Berlin!

Geschrieben von JE. Veröffentlicht in WJB-1

„Fette Beute“ für die RedTigers in neuen Jagdgebieten! Sensationell und völlig überraschend gewannen die Mädels um das Trainerteam Andi & Yannick am Sonntag, 01.09.2019, das hochklassig besetzte Hallenhandballturnier, den Berliner Sparkassen Cup 2019 bei den Füchsen Berlin Reinickendorf e.V. und machten das 18.000-Einwohner-Städtchen Bargteheide überregional nun auch in Ostdeutschland positiv bekannt. Turniergegner unserer Mädels waren neben einer ausländischen Mannschaft vom Olympiazentrum Minsk (Weißrussland) überwiegend Mannschaften aus der Oberliga Ostsee/Spree (OOS), die höchste Liga der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Allein 6 Mannschaften von 11 gemeldeten Teilnehmern spielen in der kommenden Saison in der OOS. Dies sind Mannschaften mit so wohlklingenden Namen wie z.B.: SV Grün-Weiß Schwerin, Rostocker HC, Fortuna Neubrandenburg, TSV Rudow Berlin oder der Gastgeber Füchse Berlin.

„Berlin ist immer eine Reise wert“, wusste das Trainerteam schon lange und meldete frühzeitig die Mannschaft bei einem der größten Hallenhandballturniere in Deutschland beim leistungsstarken A-Pokal an, um eine optimale Vorbereitung auf die bevorstehende Oberliga-Saison HH/SH zu bekommen. Das auch unser Team (Spar-)“Füchse“ sein können, zeigte sich daran, dass der gesamte Berlin-Tross, bestehend aus 13 Mädels, 2 Trainern und 5 Elternteile mit Sack und Pack in nur 4 Privatautos in die ca. 300 km entfernte Landeshauptstadt fuhren.

Die Wochenend-Tour startete am Samstag um 8.00 Uhr in Bargteheide mit dem Ziel Berlin. Erster Treffpunkt war eine Schule, in der übernachtet werden sollte und das gesamte Gepäck eingelagert werden konnte. Die fahrenden Eltern nisteten sich im Hotel Rheinsberg am See ein, was sehr zu empfehlen ist. Da das Programm nicht nur aus Handball bestehen sollte und für den Samstag keine Spiele auf dem Programm standen, wurden noch kulturelle Einrichtungen wie das Brandenburger Tor, die Berliner Mauer, das Reichstagsgebäude besucht. Auch eine 90 minütige Führung durch den Fichtebunker fand bei den Mädels Bewunderung. Nach einem gemeinsamen Essen in Berlin-City fand der Abend ohne weitere Aktivitäten statt, da am Sonntag ein sehr frühes Aufstehen angesagt war.

Am Sonntag begann das Turnier der wJB im A-Pokal um 9.00 Uhr in 2 Hallen. Die 11 Mannschaften waren in der Vorrunde in 2 Vierergruppen und 1 Dreiergruppe eingeteilt. Die Vierergruppen spielten jeweils 16 Minuten, die Dreiergruppe 24 Minuten, so dass alle 11 Mannschaften in der Vorrunde 48 Spielminuten zu absolvieren hatten. Die Ersten und Zweiten der 3 Gruppen und auch die Dritten und Vierten spielten dann in der Hauptrunde die Platzierungen im Jeder-gegen-Jeden aus, wobei das Ergebnis des Spiel aus der Vorrunde gegen die Mannschaft in der Zwischenrunde mitgenommen wurde – somit nochmal 4x 16 Minuten.

Die RedTigers des TSV Bargteheide wurde in die Dreiergruppe eingeteilt und bekamen als Vorrundengegner den SV Grün-Weiß Schwerin, amtierender wJB-Vizemeister Deutschlands und Eulencup-Halbfinalist sowie den TSV Rudow Berlin, in der Vorsaison nach den Füchsen die zweitbeste wJB Berlins und in der Vorwoche frisch gebackener Gewinner des Börde-Cups in Magdeburg, zugelost. Realistisch war somit vor Spielbeginn eigentlich nur der dritte Platz, denn der Sieg der RedTigers beim eigenen Bargteheider Handball-Cup machten den Gegnern nicht wirklich Angst.

Die Mädels waren jedoch gegen GW Schwerin bereits um 9.00 Uhr hellwach, bissig und im Angriffsmodus. Nach 5 Minuten konnten sie schon eine 5:1-Führung vorlegen – auch in den folgenden 19 Minuten ließen sie nicht nach, verbuchten mit einem letztendlich ungefährdeten, aber überraschenden 14:7-Sieg den ersten Erfolg und legten eine erste deutliche Duftmarke vor. Im Spiel 2 gegen den TSV Rudow war noch eine Rechnung von den Lübecker Handballtagen aus wJE-Zeiten aus dem Jahr 2013 offen. Da passte es nur zu gut, dass die Mädels von der wJD-2 aus Bargteheide per Videobotschaft schon erste Glückwünsche für den ersten Sieg  und Anfeuerungen und Ermunterungen für die weiteren Spiele bekamen. Vielen Dank dafür, kleine Tigers;-) Unsere Mädels zeigten auch gegen Rudow gleich ihre scharfen Zähne und konnten bereits nach 6 Minuten eine 4:0-Führung vorlegen. Der Gegner gab jedoch nicht kampflos auf, stellte sich nun besser auf unser Spiel ein und bot nun mehr und mehr Paroli. Nach 16 Minuten glich er erstmals zum 5:5 aus – das Spiel blieb die restlichen Minuten auf des Messers Schneide, das bessere Ende lag jedoch bei unseren Mädels, so dass wir am Ende mit 8:7 gewinnen konnten. Somit gingen wir als Gruppensieger der Gruppe C und 2:0 Punkten in die Hauptrunde. Das Tagessoll war bereits mehr als erfüllt.

In der Hauptrunde trafen wir am Nachmittag zunächst auf die HSG Hungen/Lich, amtierender Hessenmeister der wJC, welche nun als junger Jahrgang B antrat, auf den SV Fortuna ´50 Neubrandenburg und die SG NAVRA Berlin. Gegen alle 3 Mannschaften konnten wir überraschend sichere Siege einfahren: gegen Hungen/Lich mit 11:6, gegen Neubrandenburg mit 13:4 und gegen NAVRA mit 9:5. Ohne Übertreibung spielten die Mädels ihren besten Handball, den sie jemals gezeigt haben. Die Eltern sowie wohl auch das Trainerteam sowie die auf der Bank sitzenden Mädchen wollten ihren Augen nicht richtig trauen, was hier in der Halle gerade passierte. Mit nun 8:0 Punkten war Platz 2 nun bereits sicher – es fehlte nur noch ein Spiel gegen die ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaft des Olympiazentrums Minsk aus Weißrussland – deren Spielerinnen alle groß & kräftig gebaut waren und durch körperlich aggressives Spiel im bisherigen Turnierverlauf auffielen. Dieses Spiel avancierte nun zum Endspiel. Die Zuschauer aus den anderen deutschen Mannschaften waren nun eindeutig für den „Underdog“ aus Bargteheide. Das Schiedsrichtergespann hatte anfangs Schwierigkeiten die Härte aus dem Spiel zu nehmen. Die großen Weißrussen konnten gleich in Führung gingen, welche sie die ersten 5 Minuten auch stets behielten. Die RedTigers erlaubten jedoch den Gegnern nicht, sich deutlich abzusetzen und bogen ein 2:3 in ein 5:3 um, welches die Weißrussen jedoch wieder zum 5:5 ausgleichen konnten. Man merkte den Weißrussen nun aber konditionelle Schwächen an, denn sie konnten das hohe Tempo unserer Mädels nicht mehr mitgehen. Dem 6:5 nach 9 Minuten durch einen raffinierten Heber über die 2m große Torhüterin ließ unsere sehr gut stehende Abwehr mit den heute bestens aufgelegten Torhüterinnen Lulu & Toni nun die weiteren 7 Minuten keinen weiteren Treffer mehr zu. Das letzte Spiel endete mit einem magischen 9:5 für die RedTigers, die dieses hochkarätige Turnier ungeschlagen und völlig verdient mit einer unglaublichen Tagesleistung mit 6 Siegen sensationell gewannen.

Lohn des Tages war die Bewunderung aller Zuschauer, rote Sieger-T-Shirts von den Füchse Berlin, ein hochwertiger Handball sowie der Pokal der Berliner Sparkasse. Einige Eltern mussten während des Turniers die Frage: „wo ist eigentlich Bargteheide?“ beantworten.

Dank geht an die gut pfeifenden Schiedsrichtergespanne und den Organisatoren des Turniers.

Dem Siegerteam gehören an: Tor: Lulu & Toni – Feld: Aenne, Celia, Jana, Jette, Jojo, Hanna, Karo, Lilly, Linda, Sina E, Sina H, Vanni

Herzlichen Glückwunsch euch allen. Euer selbstbewusstes Auftreten sowie die Ruhe bei Rückständen und bei engen Spielständen kurz vor der Schlusssirene, das richtige Verhalten beim Kurzdecken diverser Angriffsspieler und die Sicherheit & Effizienz bei freien Würfen sowie eure mannschaftliche Geschlossenheit und euer Teamgeist war schon beeindruckend und macht Lust auf mehr. TSV Bargteheide – ein Team!

Der Turniersieg ist eine perfekte Kampfansage für unser erstes Heimspiel in der Oberliga am Sonntag, 08.09.2019 um 14.30 Uhr in der DBS-Halle gegen den SV Olympia Bad Schwartau.

Wir benötigen unbedingt eure Unterstützung! Kommt früh und sichert euch gute Plätze.

 

seit 11.06.2007!