Hart erkämpfter Sieg der wJE1 gegen den TSV Schwarzenbek

Geschrieben von Patrick. Veröffentlicht in WJE-1

IMG 7192Wie bereits eine Woche zuvor begann unser heutiges Heimspiel am Sonntag, den 10.02.2019 gegen den TSV Schwarzenbek mit dem Eintreffen des Aufbaukommandos um 08:30 Uhr in der DBS-Sporthalle, um als erste Heimmannschaft des Tages das Kampfgericht und die Soundanlage aufzubauen. Wieder einmal vielen Dank an alle freiwilligen Helfer für Eure tatkräftige Unterstützung! 

Wir wussten, dass das heutige Spiel eine harte Nuss für uns werden würde, da der TSV Schwarzenbek unser ärgster Konkurrent um den Tabellenplatz drei ist. Bereits unser Hinspiel in Schwarzenbek hatten wir denkbar knapp mit 24:8 nach Multiplikator gewonnen. Daher hatte uns die Nachricht, dass wir ausgerechnet für dieses Spiel ohne Greta, Lilly und Sophia auskommen mussten, gelinde gesagt etwas geschockt. Wir fragten uns alle, wie würden wir diesen Aderlass als Team verkraften. Unsere Trainerinnen Jule und Jojo, tatkräftig unterstützt von Henning, schworen uns verbliebenen 10 Spielerinnen auf eine Partie auf Augenhöhe ein. Das Spiel wurde etwas zeitverzögert vom Schiedsrichter, Thomas A., angepfiffen, da wir zunächst unserer Jule noch ein Geburtstagsständchen zu ihrem 11. Geburtstag darbrachten.

Das motivierende Einschwören unserer Trainerinnen hatte zunächst Erfolg, die ersten Minuten der Partie gehörten uns. So hielten wir den Ball in unseren Reihen und konnten mehrfach auf das Schwarzenbeker Tor werfen. Leider waren unsere Aktion entweder zu überhastet oder wir scheiterten an der guten Torhüterin im Tor des TSV Schwarzenbek. Die Schwarzenbeker waren hier effizienter, so dass die einzigen beiden ernsthaften Würfe auf unser Tor in der 5. und 6. Spielminute auch zur 2:0-Führung des TSV Schwarzenbek führten. Erst in der 6. Spielminute erlöste uns Anastasia mit unserem ersten Treffer von der anhaltenden Misere an Fehlwürfen. Ina und Jolina E. setzten gleich nach und erzielten zwei weitere Treffer für uns. Leider war der weitere Spielverlauf vom selben Bild geprägt, während wir spielerisch dominierten, aber unsere Abschlüsse oft wirkungslos blieben, erzielte der TSV Schwarzenbek bei viel weniger Würfen auf unser Tor nahezu jedes Mal einen Treffer. Der Spielstand beim Halbzeitpfiff lautet 6:7 für den TSV Schwarzenbek. Zum Glück hatten für uns noch Jolina P., Lene und Rose Treffer erzielen können, während sich die Treffer des Gegners nur auf vier Torschützinnen verteilten. Somit führten wir zur Halbzeitpause nach Multiplikator denkbar knapp mit 36:28. Jojo und Jule gaben daher ihr Bestes, uns in der Spielpause auf die zweite Halbzeit einzustimmen. 

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten wir den Ball zunächst in unseren Reihen halten. Nur unsere Abschlussqualitäten waren weiterhin mäßig. Allerdings konnten nun auch die Schwarzenbeker nicht jeden ihrer Würfe in unserem Tor unterbringen, was sicherlich neben unserer gesteigerten Abwehrleistung auch wieder Roses sehr guten Leistungen als Torhüterin in der zweiten Halbzeit geschuldet waren. Das erste Tor in der zweiten Halbzeit fiel erst in der 6. Spielminute durch einen verwandelten 7m von Jolina P., die vorher auch gefoult worden war. Leider konnten die Schwarzenbeker gleich im Anschluss durch einen Doppelschlag zwei Tore erzielen. Die Partie entwickelte sich somit weiterhin denkbar knapp. Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Kämpferisch ließen wir uns nicht unterkriegen und traten weiterhin mit einer großartigen Mannschaftsleistung auf. So konnten wir die zweite Hälfte der zweiten Halbzeit dominieren. In dieser Phase gelangen uns durch Tore von Anastasia, Jolina P. und Nele noch sechs weitere Treffer während die Schwarzenbeker nur noch zwei Treffer erzielen konnten.

Somit stand es beim Ertönen der Schlusssirene auf der Anzeigentafel 13:11 für uns. Da wir sieben Torschützinnen hatten und der Gegner nur fünf erhöhte sich das Endergebnis nach Multiplikator auf 91:55.

Es ist natürlich, dass ein spannendes Spiel die Emotionen hochkochen lässt. Leider zeichneten sich die Schwarzenbeker Fans, wie bereits im Hinspiel, durch unflätige Pöbeleien und dem Hadern mit dem Schiedsrichter aus. Zum Glück ließ sich Thomas dadurch nicht aus der Ruhe bringen und bewahrte jederzeit bei der Leitung des Spiels einen kühlen Kopf. Trauriger Höhepunkt des schlechten Benehmens der Schwarzenbeker Anhänger waren eindeutige Gesten eines mitgereisten Herren, der unserer Trainerbank den sogenannten Effenberg-Finger zeigte! Die Trainer und Spielerinnen des TSV Schwarzenbek bewiesen hingegen, was wahre Profis ausmacht und gratulierten den Siegerinnen herzlich. Schon erstaunlich, dass ein Verein so sympathische Trainer und Spielerinnen haben kann und gleichzeitig solche Anhänger.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die uns heute so toll unterstützt haben und würden uns freuen, wenn uns auch bei unserem nächsten Heimspiel, am 24.02.2019, um 10:00 Uhr gegen den TuS Aumühle-Wohltorf in der DBS-Sporthalle wieder viele Fans unterstützen!

Nach dem Spiel blieben viele von uns in der DBS-Sporthalle, um zum einen die leckeren Geburtstagskuchen, die Lene (sehr sehenswert im TSV-Style, siehe Foto) sowie Anastasia und Joline E. für Jule gebacken hatten, zu verputzen und zum anderen, um unsere mJE1 bei ihrem Spiel gegen die GHG Hahnheide lautstark zu unterstützen. Vor unseren Spielen hatten die Trainer beider Mannschaften einen „Anfeuerungspakt“ geschlossen. Während aber die Jungs bei unserem Spiel kaum zu hören waren, hatten einige von uns Handball Mädels am nächsten Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Stimme mehr oder waren zumindest heiser, so sehr wurden die Jungs von uns stimmlich unterstützt. Vielleicht war dies auch der Grund für den deutlichen Sieg (370:60) unserer mJE1.

Eure Handball Mädels (erzielte Tore):

Anastasia (3), Finja, Ina (1), Jolina E. (1), Jolina P. (4), Jule, Lene (1), Nele (2), Rose (1), Zoey