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09.12.2018 wJD-1 muss sich der überharten Spielweise von Tills Löwen beugen

Geschrieben von Jan zF. Veröffentlicht in WJD-1

Es gibt Spiele, bei denen es wirklich schwer ist, die richtigen Worte zu finden. Heute war es eines von dieser Sorte…

10:30 Uhr Treffen an der Stadtwerke-Arena in Mölln – allen war klar, dass heute einmal mehr ein extrem körperbetontes Spiel auf uns warten würde. Warum? Weil sich dies bereits vor 1,5 Wochen in unserem Heimspiel gegen diese Mannschaft gezeigt hatte und wir uns sicher waren, dass es, gerade durch unseren gewonnen Punkt aus dem letzten Spiel, nicht weniger hart zur Sache gehen würde. Eines gleich vorweg: Die Vermutung bestätigte sich zu 100%.

Aber der Reihe nach: Wir gingen ersatzgeschwächt ins Spiel und waren gerade im Rückraum durch das Fehlen von Noemy und Mona zu einigen Experimenten gezwungen. So spielte Svea auf der für sie eher ungewohnten linken Rückraumposition und machte ihre Sache gut. Zu Beginn des Spiels schafften wir es immer wieder über die Außen, speziell von links, zum Torwurf zu kommen. Leider konnten wir die Bälle gegen die von außen gut stehende gegnerische Torhüterin nicht im Tor unterbringen.

Wir brauchten 5 Minuten, um richtig ins Spiel zu kommen und vorne unsere Chancen zu nutzen. Deshalb lagen wir zu diesem Zeitpunkt auch bereits 3:0 zurück. Von diesem Zeitpunkt an gelang es uns, auch aufgrund einer wieder einmal super aufgelegten Maxi im Tor (was im Übrigen auch vom Kampfgericht nach dem Spiel mit Anerkennung quittiert wurde), das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Lediglich die 3-4 Tore Rückstand aus den ersten 5 Minuten konnten wir nicht aufholen. Beim Stand von 8:4 ging es in die Kabine.

Unter dem Strich konnte man zur Halbzeit zu dem Schluss kommen, dass wir recht gefällig spielten aber leider unsere Chancen nicht konsequent genug nutzen konnten.

In der zweiten Halbzeit angelangt zeigte sich recht schnell, dass wir noch weitaus mehr dazu gezwungen werden sollten, im Rückraum zu experimentieren als im Vorhinein erwartet, denn leider wurde in schöner Regelmäßigkeit eine unserer Rückraumspielerinnen vorübergehend spielunfähig gemacht. Handball ist ein körperlich harter Sport, bei dem es auch mal vorkommt, dass man etwas abbekommt. Aber: Griffe von hinten in den Wurfarm und mehrmalige Gesichtstreffer sind damit nicht gemeint. Schade, dass eine handballerisch gute Mannschaft so etwas nötig hat und dass offenbar niemand im Stande war, dies zu unterbinden.   

Bis ca. 10 Minuten vor Spielende gelang es uns trotzdem aufgrund unserer hohen Einsatzbereitschaft, den Abstand bei 4 Toren zu halten. Gemessen an den teilweisen ungewohnten Positionen einzelner Spielerinnen, konnte man auch mit der Spielweise zufrieden sein. In den letzten 10 Minuten waren wir dann im Wesentlichen darauf bedacht, nicht noch weitere Verletzungen davonzutragen und ließen auch im Zweifel mal eine Lücke Lücke sein. Dadurch beruhigte sich dann auch die aufgeheizte Atmosphäre an der Seitenlinie etwas.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Der Sieg von Tills Löwen war heute durchaus nicht unverdient, über die Art und Weise darf sich aber jeder seine eigene Meinung bilden.

Alarmierend ist es, wenn man sieht, dass sich Spielerinnen nicht mehr trauten, aufs Tor zu gehen, weil man Angst um die Funktionstüchtigkeit seines Wurfarms und seiner Schulter haben musste. Hierüber kann ja jeder Leser dieses Berichts einmal nachdenken und sich fragen, ob dies der Handballsport in einer D-Jugend ist, den wir alle fördern und sehen wollen.

Für die Verletzen heißt es jetzt, sich bis zum nächsten Wochenende zum Spiel gegen Bad Schwartau zu erholen. Dann werden wir einen neuen Versuch starten, weitere Punkte zu sammeln.

 

Spielerinnen (Tore in Klammern): Maxi (48% Save Quote - überragend), Lian (3), Jule, Caro (1), Tessa (1), Celine (1), Anna-Léna, Svea (2), Celina, Emilia

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