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wJD-1 bekommt die PS nicht auf die Straße, rettet aber einen Punkt

Geschrieben von Jan zF. Veröffentlicht in WJD-1

Das Auswärtsspiel in Aumühle stand auf dem Plan – keine einfache Aufgabe, das war vorher klar. Man konnte diese Mannschaft zwar auf dem Rosenbauer Cup vor der Saison deutlich schlagen, aber jeder wusste, dass Aumühle dort nicht ihr eigentliches Potential abgerufen hatte.

Aumühle, unter anderem ausgestattet mit der aktuell besten Torschützin der Liga, machte uns von Beginn an das Leben schwer. In der Abwehr standen sie extrem offensiv und legten gerade unseren beiden Halbspielerinnen die Schraubstöcke an. Wir bewegten uns im Angriff viel zu wenig und versäumten es in die, durch die offensive Abwehr, extrem großen Zwischenräume zu gehen. Viel zu oft gingen wir stattdessen in die 1:1 Duelle und prellten der Gegenspielerin direkt vor der Nase herum, wodurch Aumühle extrem viele Ballgewinne erzielte – mal schauen, vielleicht bekommen wir noch eine Dankeskarte gesendet.
Das Spiel war insgesamt sehr geprägt von zwei zupackenden Abwehrreihen, wodurch wenig Spielfluss aufkam – kein schönes Spiel für diejenigen, die das Spiel beim Käffchen von der anderen Seite des Spielfelds verfolgten und sicherlich auch etwas anderes erwartet hatten.

Der aufmerksame Berichtsleser stellt nun fest, dass auch unsere Abwehr gut stand und Ballgewinne erzielte, allerdings schafften wir es unerklärlicherweise so einige Male, den Ball direkt wieder in die ausgebreiteten Arme der Gegenspielerinnen zu werfen anstatt in den Gegenstoß zu gehen und uns für die harte Abwehrarbeit zu belohnen.
In dieser Phase konnten wir uns bei Maxi im Tor bedanken, die uns mit einer Save-Quote von ca. 50 % im Spiel hielt – super Leistung. So gingen wir mit einer hauchdünnen 8:7 Führung in die Halbzeit.
In der Halbzeit war die Vorgabe, mehr Bewegung in den Rückraum zu bringen. Leider bekamen wir unser Spiel, unter anderem auch bedingt durch externe Einflussfaktoren, auf die lieber nicht näher eingegangen werden sollte, nicht auf die Platte. Die Abwehr stand weiterhin gut und Jule konnte an Maxis Leistung anknüpfen, aber im Angriff lief nach wie vor nicht viel zusammen. Dass wir auch gegen eine offensive Deckung eigentlich Lösungen haben, hatten wir in der Vorwoche gegen Henstedt bewiesen. Daher fällt es etwas schwer, eine gute Erklärung für die Angriffsleistung zu finden. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Wir produzierten fröhlich weiter Ballverluste, sodass wir am Ende deutlich mehr Ballverluste als erzielte Tore auf dem Zettel hatten und luden Aumühle so zu Gegenstößen ein. Im gebunden Spiel kämpften wir aber immerhin weiter in der Abwehr. Dadurch blieb das Spiel bis zum Ende sehr eng, wobei die letzte Chance des Spiels bei Aumühle lag, die erst einen Ball nicht im Tor unterbringen konnten, aber noch den direkten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit bekamen.

Wer sich im Regelwerk auskennt weiß, dass solch ein Freiwurf direkt und aus dem Stand ausgeführt werden MUSS. Die Schützin von Aumühle sprang ab und wuchtete den Ball Richtung Tor – bezeichnend, dass diese Szene nicht abgepfiffen wurde und das Tor gezählt hätte, wenn sie denn getroffen hätte. Schlussendlich muss man aufgrund des Spielverlaufs somit beim Endstand von 14:14 von einem geretteten Punkt sprechen.
Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Heute haben viele Parteien keine gute Leistung gezeigt. Aber: Wir haben sicherlich unsere bisher schlechteste Saisonleistung geboten. Das ist auch der ausschlaggebende Grund für den verlorenen Punkt. Wir müssen es jetzt wieder schaffen, die nötige Einstellung nicht nur im Spiel, sondern auch im Training zu zeigen. Mit Halbgas unter der Woche gewinnt man in dieser Liga am Wochenende keine Spiele, das sollte jetzt jedem klar sein. Wir können es deutlich besser. In diesem Sinne: Lasst uns im Training Vollgas geben, um unseren Zuschauern beim nächsten Spiel wieder eine bessere Angriffsleistung zu bieten.

Spielerinnen (Tore in Klammern): Maxi, Lian (3), Jule, Caro (2), Tessa, Celine (3), Anna-Léna (1), Svea, Celina, Noemy (5), Henrike, Mona

seit 11.06.2007!