Das 36:21 der Herren in Schwarzenbek

Geschrieben von Kent. Veröffentlicht in Herren

Was für ein Spiel! 

Gut, die Anpfiffzeit ist nach wie vor ungewohnt, aber in der Liga leider unvermeidlich.

Eine Abwehr wie ein Mauerwerk! Der Angriff agil, flexibel, kraftvoll, wie früher einmal in der Meisterschaftssaison. Tore wie gemalt, der Gegner absolut chancenlos, in den eigenen vier Wänden vor eigenem Publikum schmerzlich vorgeführt. Nahezu ein Träumchen, was die Mannschaft da gegen den altbekannten Gegner auf die Platte zu bringen vermochte. Trotz der Führung bis zum Schluss ein Vollgas-Angriff, druckvolles Spiel eine unglaubliche Motivation, ehe Douglas Santos in der 88. Minute mit dem 4:0 den Abschluss eines lang ersehnten Sieges gegen den Stadtrivalen besiegelte.

Douglas Santos?

Jap, Jannik steckte das 4:0 des HSV gegen seine St. Paulianer noch ordentlich in den Knochen, als er während des Umziehens gegen den unrühmlichen Auftritt seiner Kiezkicker, den Schiedsrichter und den blöden Kapitalismus im allgemeinen Stellung bezog.

Wie kann das wichtig für den Spielbericht sein?
Gar nicht - macht sich aber als Einleitung ganz gut, wenn es zum Spiel nicht viel zu schreiben gibt.

Die Deutlichkeit im Ergebnis (36:21) und die Anwurfzeit sind tatsächlich die einzigen Parallelen zum Millerntor-Erfolg der Rothosen vergangene Woche und zugegebenermaßen suggeriert es einen ähnlichen Spielverlauf. Aber Pustekuchen.

TSV Schwarzenbek stand auf dem Programm, 14 Uhr Sonntag früh. Die Herren dezimiert um eine Reihe wichtiger Spieler, zu der Uhrzeit kein Wunder. Die Schwarzenbeker mit optimierbarer Tabellenposition und ähnlich wenig Wechselmöglichkeiten.

Durch die gut besuchten Damenspiele vor und nach den Herren war die Halle zumindest zu Beginn und zum Ende der 60 Minuten etwas besucht, was sich mit der Leistungsbereitschaft der Herren auf dem Feld deckte.

Die ersten Spielminuten verliefen zunächst gut, Schwarzenbek bekam nie die Chance, das Spiel zu steuern. Spielstand nach 15 Minuten: 12:3

Es folgte ein unangenehmer Leistungseinbruch, Ideenlosigkeit und die Frage, ob wir keine Lust mehr hätten, wir machten uns das Spiel unnötig selber schwer. Halbzeitstand 18:12.

Mitte der zweiten Halbzeit dann wieder mehr Leistung, mehr Ideen, mehr Lust und ein absolut ungefährdeter Auswärtssieg gegen das Tabellenschlusslicht.

Positiv:

  • - Der nächste Auswärtssieg
  • - Keine Zeitstrafen in der Partie
  • - Ein gut aufgelegter Jan im Tor
  • - Spielercomeback von Henning mit Tor (Kiste!)
  • - Alle Spieler dürfen sich in der Torschützenliste eingetragen
  • - sogar Christian, obwohl er augenscheinlich lieber auf den Pfosten warf
  • - Ein relativ unaufgeregter Sonntagnachmittag für alle Beteiligten

Schon am nächsten Wochenende geht es für die Herren weiter, das letzte Heimspiel der laufenden Saison steht uns in unserem heiß geliebten Wohnzimmer bevor.

Als gewohnt unangenehmer Gastgeber erwarten wir spannungsgeladen die 3. Auswahl der HSG Tillslöwen als unsere Gäste in der DBS Halle. Es gilt sowohl unsere Tabellenposition, als auch unsere weiße Heimweste zu verteidigen.

Damit das klappt wie gewohnt, freuen wir uns über zahlreiches Publikum, dass uns in diesem Derby über 60 Minuten den Rücken stärkt.

Bis dahin eine schöne Woche! NUR DER TSV!

Es spielten: Jan im Tor, Jannik, Addy, Kent (je 6), Janik (5), Nils (4), Anton, Benny (3), Henning (2), Christian (1)