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wJE 2: Ein besonderes Oster-Abenteuer

Geschrieben von SF. Veröffentlicht in WJE-2

Nach der ersten Saison überhaupt, mit nur einem Saisonsieg und als komplett jüngerer Jahrgang zum Holstebro-Cup, dem größten Jugend-Handball-Turnier Dänemarks, was soll das? Die wE2 hat es gewagt und wurde mit tollen Spielen, zwei Siegen (!) und einem einzigartigen Erlebnis belohnt.

Nachdem die beiden Trainierinnen Jule Meyer und Joana Weidmann im Herbst letzten Jahren entschieden, dass sie als Spieler mit ihrer eigenen Mannschaft (der wB) nach Holstebro fahren wollen und damit als Trainer und Betreuer für die wE2 nicht zur Verfügung stehen (m.E. eine durchaus nachvollziehbare und verständliche Entscheidung), war es der Initiative und dem Engagement der Eltern zu verdanken, dass es doch noch zu dieser Reise kam. Innerhalb von nur einer Woche (!) meldeten sich elf Mädchen verbindlich an (tatsächlich fuhren dann 12 Mädchen mit). Ich bin schon oft mit Mannschaften auf Handballreisen gewesen, aber so etwas hatte ich noch nicht erlebt (im Übrigen nicht mein einziges besonderes Erlebnis dieser Reise).

Als Betreuer erklärten meine Frau und ich uns bereit, die Mädchen bei diesem Abenteuer zu begleiten. Während Julia als „Ersatzmama" für Kuschel-Einheiten und Haareflechten zuständig war, übernahm ich das Coaching bei den Spielen.

Wer schon einmal auf einem Jugend-Turnier in Dänemark war, der weiß, dass nur außergewöhnlich starke deutsche Mannschaften gegen den skandinavischen Nachwuchs bestehen können – das ist die wE2 sicherlich (noch) nicht. Somit waren die sportlichen Ziele vor Reiseantritt auch bescheiden. Wir wollten in jedem Spiel mindestens ein Tor werfen, die Höhe der Niederlagen sollte erträglich bleiben (max. -25 Tore) und alle Mädchen sollten in jedem Spiel zum Einsatz kommen und möglichst viel lernen. Ich darf es vorweg nehmen: Alle diese Ziele wurden erreicht und mehrfach sogar deutlich übertroffen.

Gleich im ersten Spiel gelang uns gegen Aalborg HK 3 ein Sieg mit 6:3. Das war mehr als wir erwartet hatten. Julia hatte einen Live-Ticker über Whattsapp eingerichtet, so dass im fernen Bargteheide viele Eltern mitzittern konnten. Es folgten zwei erwartete Niederlagen gegen Amager SK 1 (2:25) und Ry Handbold (4:20). Beide Gegner waren uns deutlich überlegen und zeigten auch im späteren Turnierverlauf ihre Klasse. Amager SK 1 zog ins A-Pokal-Finale ein und Ry Handbold in das Finale des B-Pokals. Wir hatten uns in einer der stärksten von neun Gruppen also einen tollen dritten Platz erkämpft.

Am zweiten Tag (im C-Pokal) starteten wir ebenfalls furios. Gegen HUK Öresund 2 gelang uns ein 8:2 Sieg. Endgültig jetzt war klar, dass wir rein sportlich viel mehr erreicht hatten, als von allen erwartet. Die Mädels haben toll gekämpft und viele Erfahrungen sammeln können. Daran änderte auch das abschließende Spiel gegen IK Skovbakken 2 (2:13) nichts. Auf diese Leistung können die Mädels sehr, sehr stolz sein.

Alle Mädchen zeigten tolle Leistungen, schöne Tore, viele Ballgewinne und gute Torwartleistungen (von insgesamt vier freiwilligen Torwarten). Einzelne hervorzuheben würde hier nicht passen – und doch möchte ich es tun. Es gab eine Sache, die mich sehr beeindruckt hat. Im letzten Spiel am ersten Tag gegen Ry Handbold bekam unsere Torhüterin Lene kurz vor Schluss einen Ball aus kurzer Distanz mit voller Wucht ins Gesicht und natürlich musste sie kurz raus … aber am nächsten Tag meldete sie sich gleich wieder als Erste auf die Frage, wer ins Tor will. Da hat wohl jemand das Kämpferherz am rechten Fleck.

Mit dabei waren: Anastasia, Greta, Jolina, Jule, Lene, Lilly C, Lilly F, Mia, Nele, Rose, Sophia, Zoey

Im Namen der Mädchen freue ich mich jetzt schon auf nächsten Jahr – ich bin sicher, dass alle wieder dabei sind.

Ich bin sehr stolz darauf diese tolle Mannschaft als Aushilfs-Trainer betreut haben zu dürfen und möchte mich bei allen Mädchen, den Eltern und natürlich bei Joana und Jule für dieses tolle Erlebnis auch im Namen meiner Frau bedanken.

seit 11.06.2007!